• Tugenden des Koran


Sura Die Höhle (Al-Kahf)
Scheich / Saud Alschureim



  • Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

    1. (Alles) Lob geh?rt Allah, Der das Buch (als Offen-barung) auf Seinen Diener herabgesandt und daran nichts Krummes gemacht hat,

    2. (ein Buch,) das richtig ist, damit er vor harter Gewalt von Ihm aus warne und den Gl?ubigen, die rechtschaf-fene Werke tun, verkünde, da? es für sie sch?nen Lohn geben wird –,

    3. auf immer darin zu verbleiben –,

    4. und (damit er) diejenigen warne, die sagen: „Allah hat Sich Kinder genommen.“

    5. Sie haben kein Wissen davon, und auch nicht ihre V?ter. Welch schwerwiegendes Wort kommt aus ihren Mündern heraus. Sie sagen nichts als Lüge.

    6. Vielleicht magst du (aus Gram) noch dich selbst umbringen, wenn sie an diese Botschaft nicht glauben, nachdem sie sich abgewandt haben .

    7. Gewi?, Wir haben (alles), was auf der Erde ist, zu einem Schmuck für sie gemacht, um sie zu prüfen (und festzustellen), wer von ihnen die besten Taten begeht.

    8. Und Wir werden das, was auf ihr ist, wahrlich zu unfruchtbarem Erdboden machen.

    9. Oder meinst du etwa, da? die Leute der H?hle und der Inschrift ein (besonders) verwunderliches unter Unseren Zeichen sind?

    10. Als die Jünglinge in der H?hle Zuflucht suchten und sagten: „Unser Herr, gib uns Barmherzigkeit von Dir aus, und bereite uns in unserer Angelegenheit einen rechten (Aus)weg.“

    11. Da lie?en Wir sie in der H?hle für eine Anzahl von Jahren in Dauerschlaf fallen .

    12. Hierauf erweckten Wir sie auf, um zu wissen, welche der beiden Gruppierungen am richtigsten die Dauer ihres Verweilens erfa?t hat.

    13. Wir berichten dir ihre Geschichte der Wahrheit entsprechend. Sie waren Jünglinge, die an ihren Herrn glaubten und denen Wir ihre Rechtleitung mehrten.

    14. Und Wir st?rkten ihre Herzen, als sie aufstanden und sagten: „Unser Herr ist der Herr der Himmel und der Erde. Wir werden au?er Ihm keinen (anderen) Gott anrufen, sonst würden wir ja etwas Unrechtes sagen.

    15. Dieses, unser Volk hat sich au?er Ihm (andere) G?tter genommen. Wenn sie doch für sie eine deutliche Erm?chtigung bringen würden! Wer ist denn unge-rechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt?

    16. Und da ihr euch nun von ihnen und von demjenigen, dem sie au?er Allah dienen, fernhaltet, so sucht Zu-flucht in der H?hle; euer Herr wird über euch (einiges) von Seiner Barmherzigkeit ausbreiten und euch in eurer Angelegenheit eine milde Behandlung bereiten.“

    17. Und du siehst die Sonne, wenn sie aufgeht, sich von ihrer H?hle zur Rechten wegneigen, und wenn sie untergeht, an ihnen zur Linken vorbeigehen, w?hrend sie sich darin in einem Raum befinden. Das geh?rt zu Allahs Zeichen. Wen Allah rechtleitet, der ist (in Wahrheit) rechtgeleitet; wen Er aber in die Irre gehen l??t, für den wirst du keinen Schutzherrn finden, der ihn den rechten Weg führt.

    18. Du meinst, sie seien wach, obwohl sie schlafen. Und Wir drehen sie nach rechts und nach links um, w?hrend ihr Hund seine Vorderbeine im Vorraum ausstreckt. Wenn du sie erblicktest, würdest du dich vor ihnen fürwahr zur Flucht kehren und vor ihnen fürwahr mit Schrecken erfüllt sein.

    19. Und so erweckten Wir sie auf, damit sie sich gegenseitig fragten. Einer von ihnen sagte: „Wie lange habt ihr verweilt?“ Sie sagten: „Verweilt haben wir einen Tag oder den Teil eines Tages.“ Sie sagten: „Euer Herr wei? am besten, wie (lange) ihr verweilt habt. So schickt einen von euch mit diesen euren Silbermünzen in die Stadt; er soll sehen, welche ihre reinste Speise ist, und euch davon eine Versorgung bringen. Er soll behutsam sein und ja niemanden etwas von euch merken lassen.

    20. Denn wenn sie von euch erfahren , werden sie euch steinigen oder euch (zwangsweise) zu ihrer Glaubensrichtung zurückbringen; dann wird es euch niemals mehr wohl ergehen.“

    21. So lie?en Wir (die Menschen) sie doch entdecken, damit sie wissen, da? Allahs Versprechen wahr ist und da? es an der Stunde keinen Zweifel gibt. Als sie untereinander über ihre Angelegenheit stritten, da sagten sie: „Errichtet über ihnen einen Bau. Ihr Herr wei? am besten über sie Bescheid.“ Diejenigen, die in ihrer Angelegenheit siegten, sagten: „Wir werden uns über ihnen ganz gewi? eine Gebetsst?tte einrichten.“

    22. (Manche) werden sagen: „(Es waren ihrer) drei, ihr Hund war der vierte von ihnen.“ Und (manche) sagen: „(Es waren ihrer) fünf, der sechste von ihnen war ihr Hund.“ – Ein Herumraten über das Verborgene. Und (manche) sagen: „(Es waren ihrer) sieben, und der achte von ihnen war ihr Hund.“ Sag: Mein Herr kennt ihre Zahl am besten; nur wenige kennen sie. Darum streite über sie nur in offensichtlichem Streit, und frage niemanden von ihnen um Auskunft über sie.

    23. Und sag ja nur nicht von einer Sache: „Ich werde dies morgen tun“,

    24. au?er (du fügst hinzu): „Wenn Allah will.“ Und ge-denke deines Herrn, wenn du (etwas) vergessen hast, und sag: „Vielleicht leitet mich mein Herr zu etwas, was dem rechten Ausweg n?her kommt als dies.“

    25. Und sie verweilten in ihrer H?hle dreihundert Jahre und noch neun dazu.

    26. Sag: Allah wei? am besten, wie (lange) sie verweilten. Sein ist das Verborgene der Himmel und der Erde. Wie vorzüglich ist Er als Allsehender, und wie vorzüglich ist Er als Allh?render! Sie haben au?er Ihm keinen Schutzherrn, und Er beteiligt an Seiner Urteilsgewalt niemanden.

    27. Und verlies, was dir vom Buch deines Herrn (als Offenbarung) eingegeben worden ist. Es gibt nieman-den, der Seine Worte ab?ndern k?nnte, und du wirst au?er (bei) Ihm keine Zuflucht finden.

    28. Halte dich geduldig zurück zusammen mit denen, die ihren Herrn morgens und abends anrufen, im Begehren nach Seinem Angesicht. Und deine Augen sollen nicht über sie hinwegsehen, indem du den Schmuck des diesseitigen Lebens begehrst . Und gehorche nicht jemandem, dessen Herz Wir Unserem Gedenken gegenüber unachtsam gemacht haben, der seiner Neigung folgt und dessen Angelegenheit (durch) Ma?losigkeit (ausgezeichnet) ist.

    29. Und sag: (Es ist) die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungl?ubig sein. Gewi?, Wir haben den Ungerechten ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umfangen h?lt. Und wenn sie um Hilfe rufen, wird ihnen mit Wasser wie geschmolzenem Erz geholfen, das die Gesichter versengt – ein schlimmes Getr?nk und ein b?ser Rastplatz!

    30. Diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun – gewi?, Wir lassen den Lohn derer nicht verlorengehen, die die besten Taten begehen.

    31. Für jene wird es die G?rten Edens geben, wo unter(halb von) ihnen Flüsse str?men. Geschmückt sind sie darin mit Armreifen aus Gold, und sie tragen grüne Gew?nder aus Seidenbrokat und schwerem Brokat, indem sie sich darin auf überdachten Liegen lehnen. Wie trefflich ist die Belohnung und wie sch?n der Rastplatz!

    32. Und pr?ge ihnen das Gleichnis von zwei M?nnern. Dem einen der beiden gaben Wir zwei G?rten mit Rebst?cken, und Wir umgaben sie mit Palmen und legten dazwischen (sonstige) Pflanzungen an.

    33. Beide G?rten brachten ihren Ernteertrag hervor und lie?en es in nichts davon fehlen. Und Wir lie?en dazwi-schen einen Flu? hervorstr?men.

    34. Er hatte (daraus reichlich) Früchte. Da sagte er zu seinem Gef?hrten, w?hrend er mit ihm einen Wortwechsel führte: „Ich habe mehr Besitz als du und auch eine m?chtigere Schar.“

    35. Und er betrat seinen Garten, w?hrend er sich selbst Unrecht tat. Er sagte: „Ich glaube nicht, da? dieser (Garten) jemals zugrunde gehen wird,

    36. und ich glaube nicht, da? die Stunde (des Gerichts) sich einstellen wird. Und wenn ich zu meinem Herrn zurückgebracht werde, werde ich ganz gewi? etwas Besseres als ihn als Rückzugsort finden.“

    37. Sein Gef?hrte sagte zu ihm, w?hrend er sich mit ihm unterhielt: „Verleugnest du denn Denjenigen, Der dich aus Erde, hierauf aus einem Samentropfen erschaffen und hierauf dich zu einem Mann geformt hat?

    38. Aber, was mich betrifft: Er, Allah, ist mein Herr, und ich geselle meinem Herrn niemanden bei.

    39. Würdest du doch, wenn du deinen Garten betrittst, sagen: ‚(Es sei,) was Allah will; es gibt keine Kraft au?er durch Allah‘! Wenn du auch siehst, da? ich weniger Besitz und Kinder habe als du,

    40. so wird mein Herr mir vielleicht etwas Besseres als deinen Garten geben und über ihn aufeinanderfol-gende Strafe vom Himmel senden, so da? er zu schlüpfrigem Erdboden wird,

    41. oder da? sein Wasser versickert sein wird, so da? du es nicht mehr wirst ausfindig machen k?nnen.“

    42. Seine Früchte wurden ringsum erfa?t. Da begann er, seine Handfl?chen umzudrehen wegen dessen, was er für ihn ausgegeben hatte, w?hrend er wüst in Trümmern lag, und zu sagen: „O h?tte ich doch meinem Herrn niemanden beigesellt!“

    43. Und er hatte weder eine Schar, die ihm anstatt Allahs half, noch konnte er sich selbst helfen.

    44. In dem Fall geh?rt (all) die Schutzherrschaft Allah, dem Wahren. Er ist der Beste im Belohnen, und Er verschafft den besten Ausgang.

    45. Und pr?ge ihnen das Gleichnis vom diesseitigen Leben. (Es ist) wie Wasser, das Wir vom Himmel hinabkommen lassen, worauf sich damit das Gew?chs der Erde vermischt. Dann wird es zu vertrocknetem Zeug, das die Winde verwehen. Und Allah hat ja zu allem v?llig die Macht.

    46. Der Besitz und die S?hne sind der Schmuck des diesseitigen Lebens. Das Bleibende aber, die rechtschaffenen Werke –, sie sind bei deinem Herrn bes-ser hinsichtlich der Belohnung und besser hinsichtlich der Hoffnung.

    47. Und (gedenke) des Tages, da Wir die Berge versetzen und du die Erde (kahl) hervortreten siehst und Wir sie versammeln, ohne jemanden von ihnen auszulassen,

    48. und (da) sie deinem Herrn in Reihen vorgeführt werden: „Nun seid ihr zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben. Ihr aber habt behauptet, Wir würden für euch keine (letzte) Verabredung festlegen.“

    49. Und das Buch wird hingelegt. Dann siehst du die ?belt?ter besorgt wegen dessen, was darin steht. Sie sagen: „O wehe uns! Was ist mit diesem Buch? Es l??t nichts aus, weder klein noch gro?, ohne es zu erfassen.“ Sie finden (alles), was sie taten, gegenw?rtig, und dein Herr tut niemandem Unrecht.

    50. Und als Wir zu den Engeln sagten: „Werft euch vor ?dam nieder.“ Da warfen sie sich nieder, au?er Ibl?s; er geh?rte zu den ?inn. So frevelte er gegen den Befehl seines Herrn. Wollt ihr euch denn ihn und seine Nachkommenschaft zu Schutzherren anstatt Meiner nehmen, wo sie euch doch feind sind? – Ein schlimmer Tausch für die Ungerechten!

    51. Ich habe sie weder bei der Erschaffung der Himmel und der Erde noch bei ihrer eigenen Erschaffung zu Zeugen genommen. Ich nehme Mir niemals die Irreführenden als Beistand.

    52. Und an dem Tag, da Er sagen wird: „Ruft Meine Teilhaber, die ihr angegeben habt!“, werden sie sie anrufen, aber sie werden ihnen nicht antworten. Und Wir werden zwischen ihnen einen Ort der Vernichtung einrichten .

    53. Und die ?belt?ter werden das (H?llen)feuer sehen und überzeugt sein, da? sie hineinfallen, und kein Mittel finden, es abzuwenden.

    54. Und Wir haben ja in diesem Qur??n den Menschen ein jedes Gleichnis verschiedenartig dargelegt; aber der Mensch ist von allen Wesen am streitsüchtigsten.

    55. Und nichts anderes hielt die Menschen davon ab, zu glauben, als die Rechtleitung zu ihnen kam, und ihren Herrn um Vergebung zu bitten, au?er (ihrer Forderung), da? an ihnen nach der Gesetzm??igkeit der Früheren verfahren werde oder da? die Strafe vor ihren Augen über sie komme.

    56. Wir senden die Gesandten nur als Verkünder froher Botschaft und als ?berbringer von Warnungen. Aber diejenigen, die ungl?ubig sind, streiten mit dem Falschen, um damit die Wahrheit zu widerlegen. Und sie machen sich über Meine Zeichen und das, womit sie gewarnt wurden, lustig.

    57. Wer ist denn ungerechter als jemand, der mit den Zeichen seines Herrn ermahnt wird und sich dann von ihnen abwendet und vergi?t, was seine H?nde vorausgeschickt haben. Gewi?, Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, so da? sie ihn nicht verstehen, und in ihre Ohren Schwerh?rigkeit; und wenn du sie zur Rechtleitung rufst, dann werden sie sich also niemals rechtleiten lassen.

    58. Und dein Herr ist der Allvergebende, voll der Barmherzigkeit. Wenn Er sie für das belangen würde, was sie erworben haben, würde Er für sie die Strafe wahrlich beschleunigen. Aber sie haben eine Verab-redung, vor der sie keine Zuflucht finden werden.

    59. Und diese St?dte da vernichteten Wir, als sie Unrecht taten. Und Wir haben für ihre Vernichtung eine Verabredung festgelegt.

    60. Und als M?s? zu seinem Burschen sagte: „Ich lasse nicht ab, bis ich die Stelle erreicht habe, an der die Meere zusammenkommen, und sollte ich lange Zeit weiter gehen.“

    61. Als sie die Stelle erreicht hatten, an der sie zusam-menkommen, verga?en sie ihren Fisch, so nahm er seinen Weg im Meer, (auf und davon) schwimmend.

    62. Als sie vorbeigegangen waren, sagte er zu seinem Burschen: „Bringe uns unser Mittagessen. Wir haben ja durch diese unsere Reise (viel) Mühsal erlitten.“

    63. Er sagte: „Siehst du! Als wir beim Felsen Rast gemacht haben, gewi?, da habe ich den Fisch vergessen. Und es lie? mich ihn nur der Satan vergessen, ihn (dir) zu erw?hnen . Und er nahm seinen Weg im Meer auf wunderliche Weise.“

    64. Er sagte: „Das ist es, was wir suchten.“ Da kehrten sie beide zurück, indem sie ihren eigenen Spuren folgten.

    65. Sie trafen einen von Unseren Dienern, dem Wir Barmherzigkeit von Uns aus hatten zukommen lassen und den Wir Wissen von Uns her gelehrt hatten.

    66. M?s? sagte zu ihm: „Darf ich dir folgen, auf da? du mich von dem lehrst, was dir an Besonnenheit gelehrt worden ist?“

    67. Er sagte: „Du wirst (es) bei mir nicht aushalten k?nnen.

    68. Wie willst du das auch aushalten, wovon du keine umfassende Kenntnis hast?“

    69. Er sagte: „Du wirst mich, wenn Allah will, standhaft finden, und ich werde mich keinem Befehl von dir widersetzen.“

    70. Er sagte: „Wenn du mir denn folg(en will)st, dann frage mich nach nichts, bis ich selbst es dir gegenüber zuerst erw?hne.“

    71. Da zogen sie beide los, bis, als sie ein Schiff bestiegen, er darin ein Loch machte. Er (M?s?) sagte: „Hast du ein Loch darin gemacht, um seine Besatzung ertrinken zu lassen? Du hast da ja eine grauenhafte Sache begangen.“

    72. Er sagte: „Habe ich nicht gesagt, da? du (es) bei mir nicht wirst aushalten k?nnen?“

    73. Er (M?s?) sagte: „Belange mich nicht dafür, da? ich vergessen habe, und bedrücke mich in meiner Angelegenheit nicht mit einer Erschwernis.“

    74. Da zogen sie beide weiter, bis, als sie dann einen Jungen trafen, er ihn t?tete. Er (M?s?) sagte: „Hast du eine unschuldige Seele get?tet (und zwar) nicht (als Wiedervergeltung) für eine (andere) Seele? Du hast da ja eine verwerfliche Sache begangen.“

    75. # Er sagte: „Habe ich dir nicht gesagt, da? du (es) bei mir nicht wirst aushalten k?nnen?“

    76. Er (M?s?) sagte: „Wenn ich dich danach (noch einmal) nach irgend etwas frage, dann lasse mich dich nicht mehr begleiten. Dich trifft in bezug auf mich kein Tadel. “

    77. Da zogen sie beide weiter, bis, als sie dann zu den Bewohnern einer Stadt kamen, sie ihre Bewohner um etwas zu essen baten; diese aber weigerten sich, sie gastlich aufzunehmen. Da fanden sie in ihr eine Mauer, die einzustürzen drohte, und so richtete er sie auf. Er (M?s?) sagte: „Wenn du wolltest, h?ttest du dafür wahrlich Lohn nehmen k?nnen.“

    78. Er sagte: „Das ist die Trennung zwischen mir und dir. Ich werde dir jetzt die Deutung dessen kundtun, was du nicht aushalten konntest.

    79. Was das Schiff angeht, so geh?rte es Armen, die auf dem Meer arbeiteten. Ich wollte es schadhaft machen, denn ein K?nig war hinter ihnen her, der jedes Schiff mit Gewalt wegnahm.

    80. Was den Jungen angeht, so waren seine Eltern gl?ubige (Menschen). Da fürchteten wir, da? er sie durch (seine) Auflehnung und durch (seinen) Unglauben bedrücken würde.

    81. So wollten wir, da? ihr Herr ihnen zum Tausch einen gebe, – besser als er an Lauterkeit und n?her kommend an Güte .

    82. Was aber die Mauer angeht, so geh?rte sie zwei Waisenjungen in der Stadt, und unter ihr befand sich ein für sie bestimmter Schatz. Ihr Vater war rechtschaffen, und da wollte dein Herr, da? sie (erst) ihre Vollreife erlangen und (dann) ihren Schatz hervorholen – aus Barmherzigkeit von deinem Herrn. Ich tat es ja nicht aus eigenem Ermessen . Das ist die Deutung dessen, was du nicht aushalten konntest.“

    83. Und sie fragen dich nach ?? ?l-Qarnain . Sag: Ich werde euch über ihn eine Geschichte verlesen.

    84. Wir verliehen ihm auf der Erde eine feste Stellung und er?ffneten ihm zu allem einen Weg.

    85. Da verfolgte er einen Weg,

    86. bis, als er den Ort des Sonnenuntergangs erreichte, er fand, da? sie in einer schlammigen Quelle unterging, und er fand bei ihr ein Volk. Wir sagten: „O ?? ?l-Qarnain, entweder strafst du (sie), oder du behandelst sie mit Güte.“

    87. Er sagte: „Was nun jemanden angeht, der Unrecht tut, so werden wir ihn strafen; hierauf wird er zu seinem Herrn zurückgebracht, und Er straft ihn dann mit entsetzlicher Strafe.

    88. Was aber jemanden angeht, der glaubt und rechtschaffen handelt, für den wird es als Lohn das Beste geben, und Wir werden ihm von unserem Befehl etwas sagen, was Erleichterung bringt .“

    89. Hierauf verfolgte er einen Weg,

    90. bis, als er den Ort des Sonnenaufgangs erreichte, er fand, da? sie über einem Volk aufgeht, denen Wir keine Deckung vor ihr gegeben hatten.

    91. So war es. Und Wir haben ja umfassende Kenntnis von dem, was ihn betrifft.

    92. Hierauf verfolgte er einen Weg,

    93. bis, als er den Ort zwischen den beiden Bergen erreichte, er diesseits von ihnen ein Volk fand, das beinahe kein Wort verstand.

    94. Sie sagten: „O ?? ?l-Qarnain, Ya???? und Ma???? stiften Unheil auf der Erde. Sollen wir dir eine Gebühr dafür aussetzen, da? du zwischen uns und ihnen eine Sperrmauer errichtest?“

    95. Er sagte: „Was mir mein Herr an fester Stellung verliehen hat, ist besser (als eure Gebühr). Doch helft mir mit (eurer Arbeits)kraft, damit ich zwischen euch und ihnen einen aufgeschütteten Wall errichte.

    96. Bringt mir die Eisenstücke.“ Als er nun zwischen den beiden Bergh?ngen gleich hoch (aufgeschüttet) hatte, sagte er: „Blast (jetzt).“ Als er es zum Glühen gebracht hatte, sagte er: „Bringt mir, damit ich (es) darüber gie?e, geschmolzenes Kupfer .“

    97. So konnten sie ihn weder überwinden, noch konnten sie ihn durchbrechen.

    98. Er sagte: „Das ist eine Barmherzigkeit von meinem Herrn. Wenn dann das Versprechen meines Herrn eintrifft, l??t Er ihn in sich zusammensinken; und das Versprechen meines Herrn ist wahr.“

    99. Wir lassen die einen von ihnen an jenem Tag wie Wogen unter die anderen geraten, und es wird ins Horn geblasen. Dann versammeln Wir sie vollst?ndig.

    100. Und Wir führen die H?lle den Ungl?ubigen an jenem Tag in aller Deutlichkeit vor,

    101. (ihnen,) deren Augen vor Meiner Mahnung (wie) unter einer Decke lagen und die (auch) nicht h?ren konnten.

    102. Meinen denn diejenigen, die ungl?ubig sind, da? sie sich Meine Diener anstatt Meiner zu Schutzherren nehmen (k?nnen)? Gewi?, Wir haben die H?lle den Ungl?ubigen zur gastlichen Aufnahme bereitet.

    103. Sag: Sollen Wir euch Kunde geben von denjenigen, die an ihren Werken am meisten verlieren,

    104. deren Bemühen im diesseitigen Leben fehlgeht, w?h-rend sie meinen, da? sie gut handeln würden?

    105. Das sind diejenigen, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm leugnen. So werden ihre Werke hinf?llig, und so werden Wir ihnen am Tag der Auferstehung kein Gewicht beimessen.

    106. Das ist ihr Lohn – die H?lle – dafür, da? sie ungl?ubig waren und sich über Meine Zeichen und Meine Ge-sandten lustig machten.

    107. Gewi?, für diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, wird es die G?rten des Paradieses zur gastlichen Aufnahme geben,

    108. ewig darin zu bleiben, und sie werden nicht begehren, davon wegzugehen .

    109. Sag: Wenn das Meer Tinte für die Worte meines Herrn w?re, würde das Meer wahrlich zu Ende gehen, bevor die Worte meines Herrn zu Ende gingen, auch wenn Wir als Nachschub noch einmal seinesgleichen hinzubr?chten.

    110. Sag: Gewi?, ich bin ja nur ein menschliches Wesen gleich euch; mir wird (als Offenbarung) eingegeben, da? euer Gott ein Einziger Gott ist. Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll recht-schaffen handeln und beim Dienst an seinem Herrn (Ihm) niemanden beigesellen.

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