Noble.tv - Deutsch - Joseph (Yusuf) - Mustafa Ismail
  • Tugenden des Koran


Sura Joseph (Yusuf)
Scheich / Mustafa Ismail



  • Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

    1. Alif-L?m-R? . Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches.

    2. Wir haben es als einen arabischen Qur??n hinabge-sandt, auf da? ihr begreifen m?get.

    3. Wir berichten dir die sch?nsten Geschichten dadurch, da? Wir dir diesen Qur??n (als Offenbarung) eingegeben haben, obgleich du zuvor wahrlich zu den Unachtsamen geh?rtest.

    4. Als Y?suf zu seinem Vater sagte: „O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, ich sah sie sich vor mir niederwerfen.“

    5. Er sagt: „O mein lieber Sohn, erz?hle dein (Traum)gesicht nicht deinen Brüdern, sonst werden sie eine List gegen dich schmieden. Gewi?, der Satan ist dem Menschen ein deutlicher Feind.

    6. Und so wird dein Herr dich erw?hlen und dich etwas von der Deutung der Geschichten lehren und Seine Gunst an dir und an der Sippe Ya?q?bs vollenden, wie Er sie zuvor an deinen beiden V?tern Ibr?h?m und Is??q vollendet hat. Gewi?, dein Herr ist Allwissend und Allweise.“

    7. Wahrlich, in Y?suf und seinen Brüdern sind Zeichen für diejenigen, die (nach der Wahrheit) fragen.

    8. Als sie sagten: „Wahrlich, Y?suf und sein Bruder sind unserem Vater lieber als wir, obwohl wir eine (ansehnliche) Schar sind. Unser Vater befindet sich fürwahr in deutlichem Irrtum.

    9. T?tet Y?suf oder werft ihn ins Land hinaus, so wird das Gesicht eures Vaters sich nur noch euch zuwenden , und danach werdet ihr rechtschaffene Leute sein.“

    10. Einer von ihnen sagte: „T?tet Y?suf nicht, sondern werft ihn in die verborgene Tiefe des Brunnenlochs, so werden ihn schon einige der Reisenden auflesen, wenn ihr doch etwas tun wollt.“

    11. Sie sagten: „O unser Vater, warum vertraust du uns Y?suf nicht an? Wir werden ihm wahrlich aufrichtig zugetan sein.

    12. Sende ihn morgen mit uns, da? er Spa? und Spiel finde; wir werden ihn fürwahr behüten.“

    13. Er sagte: „Es macht mich fürwahr traurig, da? ihr ihn mitnehmt. Und ich fürchte, da? ihn der Wolf fri?t, w?hrend ihr seiner unachtsam seid.“

    14. Sie sagten: „Wenn ihn der Wolf fressen sollte, wo wir doch eine (ansehnliche) Schar sind, dann w?ren wir fürwahr Verlierer.“

    15. Als sie ihn mitnahmen und sich geeinigt hatten, ihn in die verborgene Tiefe des Brunnenlochs zu stecken, gaben Wir ihm ein : „Du wirst ihnen ganz gewi? noch diese ihre Tat kundtun, ohne da? sie merken.“

    16. Und am Abend kamen sie weinend zu ihrem Vater.

    17. Sie sagten: „O unser Vater, wir gingen, um einen Wettlauf zu machen, und lie?en Y?suf bei unseren Sachen zurück. Da fra? ihn der Wolf. Aber du glaubst uns wohl nicht, auch wenn wir die Wahrheit sagen.“

    18. Sie brachten falsches Blut auf seinem Hemd. Er sagte: „Nein! Vielmehr habt ihr selbst euch etwas eingeredet. (So gilt es,) sch?ne Geduld (zu üben). Allah ist Derjenige, bei Dem Hilfe zu suchen ist gegen das, was ihr beschreibt.“

    19. Reisende kamen vorbei. Sie sandten ihren Wasser-sch?pfer, und er lie? seinen Eimer hinunter. Er sagte: „O frohe Botschaft! Da ist ein Junge.“ Sie verbargen ihn als Ware . Und Allah wu?te wohl, was sie taten.

    20. Und sie verkauften ihn für einen zu niedrigen Preis, einige gez?hlte Dirhams . Und sie übten Verzicht in bezug auf ihn.

    21. Und derjenige aus ?gypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau: „Bereite ihm einen gastfreundlichen Aufenthalt. Vielleicht wird er uns nützlich sein, oder nehmen wir ihn als Kind an.“ So verliehen Wir Y?suf eine feste Stellung im Land. Und Wir wollten ihn etwas von der Deutung der Geschichten lehren. Und Allah ist in Seiner Angelegenheit überlegen. Aber die meisten Menschen wissen nicht.

    22. Als er seine Vollreife erlangt hatte, gaben Wir ihm Urteil(skraft) und Wissen. So vergelten Wir den Gutes Tuenden.

    23. Und diejenige, in deren Haus er war, versuchte, ihn zu verführen . Sie schlo? die Türen ab und sagte: „Da bin ich für dich!“ Er sagte: „Allah schütze mich (davor)! Er, mein Herr, hat mir einen sch?nen Aufenthalt bereitet. Gewi?, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen.“

    24. Es verlangte sie nach ihm, und es h?tte ihn nach ihr verlangt, wenn er nicht den Beweis seines Herrn gesehen h?tte. Dies (geschah), damit Wir das B?se und das Sch?ndliche von ihm abwendeten. Er geh?rt ja zu Unseren auserlesenen Dienern.

    25. Sie versuchten beide als erster zur Tür zu gelangen. Sie zerri? ihm von hinten das Hemd. Und sie fanden ihren Herrn bei der Tür vor. Sie sagte: „Der Lohn dessen, der deiner Familie B?ses (antun) wollte, ist nur, da? er ins Gef?ngnis gesteckt wird, oder schmerzhafte Strafe.“

    26. Er sagte: „Sie war es, die versucht hat, mich zu verführen .“ Und ein Zeuge aus ihrer Familie bezeugte: „Wenn sein Hemd vorn zerrissen ist, dann hat sie die Wahrheit gesprochen, und er geh?rt zu den Lügnern.

    27. Wenn sein Hemd aber hinten zerrissen ist, dann hat sie gelogen, und er geh?rt zu den Wahrhaftigen.“

    28. Als er nun sah, da? sein Hemd hinten zerrissen war, sagte er: „Das geh?rt zu euren Listen. Eure List ist gewaltig.

    29. Y?suf, lasse davon ab! Und (du, jene,) bitte um Verge-bung für deine Sünde! Du geh?rst ja zu denjenigen, die Verfehlungen begangen haben.“

    30. (Einige) Frauen in der Stadt sagten: „Die Frau des hohen Herrn versucht, ihren Burschen zu verführen . Er hat sie in leidenschaftliche Liebe versetzt. Wir sehen wahrlich, sie befindet sich in deutlichem Irrtum.“

    31. Als sie nun von ihren R?nken h?rte, sandte sie zu ihnen und bereitete ihnen ein Gastmahl . Sie gab einer jeden von ihnen ein Messer und sagte (zu Y?suf): „Komm zu ihnen heraus.“ Als sie ihn sahen, fanden sie ihn gro?(artig), und sie zerschnitten sich ihre H?nde und sagten: „Allah behüte! Das ist kein Mensch, das ist nur ein ehrenvoller Engel.“

    32. Sie sagte: „Seht, das ist der, dessentwegen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn zu verführen, doch er widerstand. Und wenn er nicht tut, was ich ihm befehle, wird er ganz gewi? ins Gef?ngnis gesteckt werden, und er wird gewi? zu den Geringgeachteten geh?ren.“

    33. Er sagte: „Mein Herr, das Gef?ngnis ist mir lieber als das, wozu sie mich auffordern. Und wenn Du ihre List von mir nicht abwendest, werde ich mich zu ihnen hingezogen fühlen und zu den Toren geh?ren.“

    34. Da erh?rte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Er ist ja der Allh?rende und Allwissende.

    35. Hierauf schien es ihnen angebracht, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, ihn für eine gewisse Zeit ins Gef?ngnis zu stecken.

    36. Mit ihm kamen zwei Burschen ins Gef?ngnis. Der eine von ihnen sagte: „Ich sah mich Wein auspressen.“ Der andere sagte: „Ich sah mich auf dem Kopf Brot tragen, von dem die V?gel fra?en. Tue uns die Deutung hiervon kund. Wir sehen, da? du zu den Gutes Tuenden geh?rst.“

    37. Er sagte: „Es wird euch kein Essen gebracht, mit dem ihr versorgt werdet, ohne da? ich euch die Deutung davon kundgetan habe, bevor es euch gebracht wird. Seht, das ist etwas von dem, was mich mein Herr gelehrt hat. Verlassen habe ich das Glaubensbekenntnis von Leuten, die nicht an Allah glauben, und (verlassen habe ich) sie, die sie das Jenseits verleugnen,

    38. und ich bin dem Glaubensbekenntnis meiner V?ter Ibr?h?m, Is??q und Ya?q?b gefolgt. Es steht uns nicht zu, Allah etwas beizugesellen. Das ist etwas von Allahs Huld gegen uns und gegen die Menschen. Aber die meisten Menschen sind nicht dankbar.

    39. O meine beiden Gef?ngnisgef?hrten! Sind verschie-dene Herren besser oder Allah, der Eine, der All-bezwinger?

    40. Ihr dient au?er Ihm nur Namen, die ihr genannt habt, ihr und eure V?ter, für die Allah (jedoch) keine Er-m?chtigung herabgesandt hat. Das Urteil ist allein Allahs. Er hat befohlen, da? ihr nur Ihm dienen sollt. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht.

    41. O meine beiden Gef?ngnisgef?hrten! Was den einen von euch angeht, so wird er seinem Herrn Wein zu trinken geben. Was aber den anderen angeht, so wird er gekreuzigt, und die V?gel werden von seinem Kopf fressen. Entschieden ist die Angelegenheit, über die ihr um Auskunft fragt.“

    42. Und er sagte zu dem von beiden, von dem er glaubte, da? er entkommen werde: „Erw?hne mich bei deinem Herrn.“ Aber der Satan lie? ihn vergessen, ihn bei seinem Herrn zu erw?hnen, (und) so blieb er noch einige Jahre im Gef?ngnis.

    43. Und der K?nig sagte: „Ich sah sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen wurden, und sieben grüne ?hren und (sieben) andere dürre. O ihr führende Schar, gebt mir Auskunft über mein (Traum)gesicht, wenn ihr ein (Traum)gesicht auslegen k?nnt.“

    44. Sie sagten: „(Das ist) ein Bündel von wirren Tr?umen. Wir wissen über die Deutung der Tr?ume nicht Bescheid.“

    45. Derjenige von beiden, der entkommen war und sich nach einiger Zeit erinnerte, sagte: „Ich werde euch seine Deutung kundtun. Darum entsendet mich.“

    46. „Y?suf, du Wahrhaftiger, gib uns Auskunft über sie-ben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen werden, und über sieben grüne ?hren und (sieben) andere dürre, auf da? ich zu den Leuten zurückkehre, auf da? sie wissen m?gen.“

    47. Er sagte: „Ihr werdet unabl?ssig sieben Jahre wie gewohnt s?en. Was ihr erntet, das la?t in seinen ?hren, bis auf ein weniges, wovon ihr e?t.

    48. Hierauf werden nach alledem sieben harte (Jahre) kommen, die das aufzehren werden, was ihr für sie vorbereitet habt, bis auf ein weniges von dem, was ihr aufbewahrt.

    49. Hierauf wird nach alledem ein Jahr kommen, in dem die Menschen Regen haben und in dem sie (Früchte) auspressen werden.

    50. Der K?nig sagte: „Bringt ihn zu mir.“ Als der Bote zu ihm kam, sagte er: „Kehr zu deinem Herrn zurück und frag ihn, wie es mit den Frauen steht, die sich ihre H?nde zerschnitten. Mein Herr wei? doch über ihre List Bescheid.“

    51. Er sagte: „Was war da mit euch, als ihr versuchtet, Y?suf zu verführen?“ Sie sagten: „Allah behüte! Wir wissen nichts B?ses gegen ihn (anzugeben).“ Die Frau des hohen Herrn sagte: „Jetzt ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich habe versucht, ihn zu verführen . Und er geh?rt fürwahr zu den Wahrhaftigen.

    52. Dies ist, damit er wei?, da? ich ihn nicht in seiner Abwesenheit verraten habe und da? Allah die List der Verr?ter nicht gelingen l??t.

    53. # Und ich spreche mich nicht selbst frei. Die Seele gebietet fürwahr mit Nachdruck das B?se, au?er da? mein Herr Sich erbarmt. Mein Herr ist Allvergebend und Barmherzig.“

    54. Und der K?nig sagte: „Bringt ihn zu mir. Ich will ihn mir selbst vorbehalten.“ Als er mit ihm sprach, sagte er: „Du bist (von) heute (an) bei uns in fester Stellung und vertrauenswürdig.“

    55. Er sagte: „Setze mich über die Vorratskammern des Landes ein; ich bin ein kenntnisreicher Hüter.“

    56. So verliehen Wir Y?suf eine feste Stellung im Land, so da? er sich darin aufhalten konnte, wo immer er wollte. Wir treffen mit Unserer Barmherzigkeit, wen Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.

    57. Aber der Lohn des Jenseits ist wahrlich besser für diejenigen, die glauben und gottesfürchtig sind.

    58. Und da kamen Y?sufs Brüder und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, w?hrend sie ihn nicht erkannten.

    59. Als er sie nun mit ihrem Bedarf ausgestattet hatte, sagte er: „Bringt mir einen (Halb)bruder von euch v?terlicherseits. Seht ihr denn nicht, da? ich volles Ma? gebe und da? ich der beste Obdachgeber bin?

    60. Wenn ihr ihn mir nicht bringt, so bekommt ihr bei mir kein Ma? mehr, und ihr sollt nicht in meine N?he kommen.“

    61. Sie sagten: „Wir werden versuchen, seinen Vater in bezug auf ihn zu bewegen, und wir werden es bestimmt tun.“

    62. Und er sagte zu seinen Burschen: „Steckt ihre (Tausch)ware (zurück) in ihr Gep?ck, so da? sie sie (wieder)erkennen, wenn sie zu ihren Angeh?rigen zurückgekehrt sind, auf da? sie wiederkommen m?gen.“

    63. Als sie zu ihrem Vater zurückkamen, sagten sie: „O unser Vater, ein (weiteres) Ma? ist uns verweigert worden. Darum lasse unseren Bruder mit uns gehen, so bekommen wir ein (weiteres) Ma? zugeteilt; wir werden ihn fürwahr behüten.“

    64. Er sagte: „Kann ich ihn euch etwa anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe? Allah ist besser als Behütender, und Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen.“

    65. Und als sie ihre Sachen ?ffneten, fanden sie, da? ihre Ware ihnen zurückgegeben worden war. Sie sagten: „O unser Vater, was begehren wir (mehr)? Das ist unsere Ware, sie ist uns zurückgegeben worden. Wir werden Vorrat für unsere Angeh?rigen bringen, unseren Bruder behüten und das Ma? (der Last) eines Kamels mehr haben. Das ist ein leicht(erh?ltlich)es Ma?.“

    66. Er sagte: „Ich werde ihn nicht mit euch senden, bis ihr mir ein verbindliches Versprechen vor Allah gebt, da? ihr ihn mir ganz gewi? wiederbringt, es sei denn, ihr werdet umringt.“ Als sie ihm ihr verbindliches Versprechen gegeben hatten, sagte er: „Allah ist Sachwalter über das, was wir (hier) sagen.“

    67. Und er sagte: „O meine Kinder, geht nicht (alle) durch ein einziges Tor hinein, sondern geht durch verschiedene Tore hinein. Ich kann euch gegen Allah nichts nützen. Das Urteil ist allein Allahs. Auf Ihn verlasse ich mich; und auf Ihn sollen sich diejenigen verlassen, die sich (überhaupt auf jemanden) verlassen (wollen).“

    68. Als sie hineingingen, wie ihr Vater ihnen befohlen hatte, konnte es ihnen vor Allah nichts nützen. (Es war) nur ein Bedürfnis in der Seele Ya?q?bs, das er (damit) erfüllte. Und er besa? fürwahr Wissen, weil Wir es ihn gelehrt hatten. Aber die meisten Menschen wissen nicht.

    69. Als sie bei Y?suf eintraten, zog er seinen Bruder zu sich. Er sagte: „Gewi?, ich bin dein Bruder. So sei nicht bekümmert wegen dessen, was sie getan haben.“

    70. Als er sie nun mit ihrem Bedarf ausgestattet hatte, steckte er das Trinkgef?? in das Gep?ck seines Bruders. Hierauf rief ein Rufer aus: „Ihr (da, von der) Karawane, ihr seid fürwahr Diebe.“

    71. Sie sagten, indem sie sich ihnen zuwandten: „Was vermi?t ihr?“

    72. Sie sagten: „Wir vermissen den Kelch des K?nigs. Wer ihn wiederbringt, erh?lt die Last eines Kamels, und dafür bin ich Bürge.“

    73. Sie sagten: „Bei Allah, ihr wi?t doch, wir sind nicht gekommen, um im Land Unheil zu stiften, und wir sind keine Diebe.“

    74. Sie sagten: „Was soll dann die Vergeltung dafür sein, wenn ihr Lügner seid?“

    75. Sie (die Brüder) sagten: „Die Vergeltung dafür soll sein, da? derjenige, in dessen Gep?ck er gefunden wird, selbst das Entgelt dafür sein soll. So vergelten wir den Ungerechten.“

    76. Er begann (zu suchen) in ihren Beh?ltern vor dem Beh?lter seines Bruders. Hierauf holte er es aus dem Beh?lter seines Bruders hervor. So führten Wir für Y?suf eine List aus. Nach dem Gesetz des K?nigs h?tte es ihm nicht zugestanden, seinen Bruder (als Sklaven) zu nehmen, au?er da? Allah es wollte. Wir erh?hen, wen Wir wollen, um Rangstufen. Und über jedem, der Wissen besitzt, steht einer, der (noch mehr) wei?.

    77. Sie sagten: „Wenn er stiehlt, so hat ein Bruder von ihm schon zuvor gestohlen.“ Aber Y?suf hielt es in seinem Innersten geheim und legte es ihnen nicht offen. Er sagte: „Ihr befindet euch in einer (noch) schlechteren Lage. Und Allah wei? sehr wohl, was ihr beschreibt.“

    78. Sie sagten: „O hoher Herr, er hat einen Vater, einen hochbetagten Greis. So nimm einen von uns an seiner Stelle. Wir sehen, da? du zu den Gutes Tuenden geh?rst.“

    79. Er sagte: „Allah schütze uns (davor), da? wir einen anderen nehmen als denjenigen, bei dem wir unsere Sachen gefunden haben! Wir würden sonst wahrlich zu den Ungerechten geh?ren.“

    80. Als sie die Hoffnung an ihm aufgegeben hatten, zogen sie sich zurück zu einem vertraulichen Gespr?ch. Der ?lteste von ihnen sagte: „Wi?t ihr (denn) nicht, da? euer Vater von euch ein verbindliches Versprechen vor Allah entgegengenommen hat und da? ihr zuvor (eure Pflicht) gegenüber Y?suf vernachl?ssigt habt? Ich werde das Land nicht verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Allah ein Urteil für mich f?llt. Er ist der Beste derer, die Urteile f?llen.

    81. Kehrt zu eurem Vater zurück und sagt: ‚O unser Vater, dein Sohn hat gestohlen, und wir bezeugen nur das, was wir wissen, und wir sind nicht Hüter über das Verborgene.

    82. Frag die Stadt, in der wir waren, und die Karawane, mit der wir angekommen sind. Wir sagen gewi? die Wahrheit‘.“

    83. Er sagte: „Nein! Vielmehr habt ihr selbst euch etwas eingeredet. (Es gilt) sch?ne Geduld (zu üben). Aber vielleicht wird Allah sie mir alle wiederbringen. Er ist ja der Allwissende und Allweise.“

    84. Und er kehrte sich von ihnen ab und sagte: „O mein Kummer um Y?suf!“ Und seine Augen wurden wei? vor Trauer, und so hielt er (seinen Kummer) zurück.

    85. Sie sagten: „Bei Allah, du h?rst nicht auf, Y?sufs zu gedenken, bis du hinf?llig geworden bist oder zu denen geh?rst, die umkommen.“

    86. Er sagte: „Ich klage meinen unertr?glichen Kummer und meine Trauer nur Allah (allein), und ich wei? von Allah her, was ihr nicht wi?t.

    87. O meine Kinder, geht und erkundigt euch über Y?suf und seinen Bruder. Und gebt nicht die Hoffnung auf das Erbarmen Allahs auf. Es gibt die Hoffnung auf das Erbarmen Allahs nur das ungl?ubige Volk auf.“

    88. Als sie (wieder) bei ihm eintraten, sagten sie: „O hoher Herr, Unheil ist uns und unseren Angeh?rigen widerfahren. Und wir haben (nur) Ware von geringem Wert gebracht. So gib uns (dennoch) volles Ma? und gib (es) uns als Almosen. Allah vergilt denjenigen, die Almosen geben.“

    89. Er sagte: „Wi?t ihr (noch), was ihr Y?suf und seinem Bruder damals in eurer Torheit antatet?“

    90. Sie sagten: „Bist du denn wirklich Y?suf?“ Er sagte: „Ich bin Y?suf, und das ist mein Bruder. Allah hat uns eine Wohltat erwiesen. Gewi?, wer gottesfürchtig und standhaft ist – gewi?, Allah l??t den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.“

    91. Sie sagten: „Bei Allah, Allah hat dich uns vorgezogen. Und wir haben wahrlich Verfehlungen begangen.“

    92. Er sagte: „Keine Schelte soll heute über euch kommen. Allah vergibt euch, Er ist ja der Barmherzigste der Barmherzigen.

    93. Geht mit diesem meinem Hemd und legt es auf das Gesicht meines Vaters, so wird er sein Augenlicht (wieder)erlangen. Und bringt eure Angeh?rigen allesamt zu mir.“

    94. Als nun die Karawane aufgebrochen war, sagte ihr Vater: „Wahrlich, ich nehme Y?sufs Geruch war. Wenn ihr mich nur nicht bezichtigen würdet, Unsinn zu reden!“

    95. Sie sagten : „Bei Allah, du befindest dich fürwahr in deinem alten Irrtum.“

    96. Als nun der Frohbote kam, legte er es auf sein Gesicht, und da hatte er sein Augenlicht wiedererlangt. Er sagte: „Habe ich euch nicht gesagt, da? ich von Allah her wei?, was ihr nicht wi?t?“

    97. Sie sagten: „O unser Vater, bitte für uns um Vergebung unserer Sünden, denn wir haben gewi? Verfehlungen begangen.“

    98. Er sagte: „Ich werde meinen Herrn um Vergebung für euch bitten. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige.“

    99. Als sie nun bei Y?suf eintraten, zog er seine Eltern an sich und sagte: „Betretet ?gypten, wenn Allah will, in Sicherheit.“

    100. Und er hob seine Eltern auf den Thron empor. Und sie fielen vor ihm ehrerbietig nieder. Er sagte: „O mein lieber Vater, das ist die Deutung meines (Traum)gesichts von zuvor. Mein Herr hat es wahrgemacht. Und Er hat mir Gutes erwiesen, als Er mich aus dem Gef?ngnis herauskommen lie? und euch aus dem nomadischen Leben hierherbrachte, nachdem der Satan zwischen mir und meinen Brüdern (zu Zwietracht) aufgestachelt hatte. Gewi?, mein Herr ist feinfühlig (in der Durchführung dessen), was Er will . Er ist ja der Allwissende und Allweise.

    101. Mein Herr, Du hast mir etwas von der Herrschaft gegeben und mich etwas von der Deutung der Sprüche gelehrt. (O Du) Erschaffer der Himmel und der Erde, Du bist mein Schutzherr im Diesseits und Jenseits. Berufe mich als (Dir) ergeben ab und nimm mich unter die Rechtschaffenen auf.“

    102. Dies geh?rt zu den Nachrichten vom Verborgenen, das Wir dir (als Offenbarung) eingeben. Denn du warst nicht bei ihnen, als sie sich einigten, indem sie R?nke schmiedeten.

    103. Aber die meisten Menschen werden, auch wenn du noch so sehr (danach) trachtest, nicht gl?ubig sein.

    104. Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Es ist nur eine Ermahnung für die Weltenbewohner.

    105. Wie viele Zeichen gibt es in den Himmeln und auf der Erde, an denen sie vorbeigehen, wobei sie sie unbeachtet lassen!

    106. Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (Ihm andere) beizugesellen.

    107. Glauben sie denn, sicher zu sein davor, da? eine überdeckende Strafe von Allah über sie kommt oder da? pl?tzlich die Stunde über sie kommt, ohne da? sie merken?

    108. Sag: Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah aufgrund eines sichtbaren Hinweises, ich und diejenigen, die mir folgen. Preis sei Allah! Und ich geh?re nicht zu den G?tzendienern.

    109. Und Wir haben vor dir nur M?nner gesandt von den Bewohnern der St?dte, denen Wir (Offenbarungen) eingaben. Sind sie denn nicht auf der Erde umhergereist, so da? sie schauen (konnten), wie das Ende derjenigen war, die vor ihnen waren? Die Wohnst?tte des Jenseits ist wahrlich besser für diejenigen, die gottesfürchtig sind. Begreift ihr denn nicht?

    110. Erst dann, als die Gesandten die Hoffnung aufgegeben hatten und sie meinten, da? sie belogen worden seien, kam Unsere Hilfe zu ihnen . Und so wird errettet , wen Wir wollen. Aber vom übelt?tigen Volk wird Unsere Gewalt nicht abgewandt.

    111. In ihren Geschichten ist wahrlich eine Lehre für diejenigen, die Verstand besitzen. Es ist keine Aussage, die ersonnen wird, sondern die Best?tigung dessen, was vor ihm war, und die ausführliche Darlegung aller Dinge und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.

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